wirbuchenab.de › Über das Projekt

Über dieses Projekt.
Und den Typen dahinter.

Keine Gründungsgeschichte mit Whiteboard, Pitchdeck und bedeutungsschwerem Blick aus dem Fenster. Eher ein Tagtraum mit Domainkauf.

Das bin ich, Johannes.

Ich bin der Mensch, der sich gedacht hat: Was wäre, wenn Leute freiwillig Geld für ein Abo zahlen, das offen zugibt, dass es ihnen nichts bringt?

Eine normale Person hätte diesen Gedanken vermutlich kurz belächelt und dann weitergelebt. Ich habe die Domain gekauft. Das sagt nicht alles über mich, aber genug für diese Seite.

Wir haben alle genug Abos, die nichts bringen, aber so tun, als würden sie unser Leben sortieren, optimieren oder wenigstens kurz betreuen. Hier wird die Sinnlosigkeit wenigstens mal ausgesprochen.

Ein Tagtraum wurde teuer.

Die Idee kam nicht aus einer Marktanalyse. Sie kam beim Tagträumen. Also aus dem Ort, an dem auch Schnapsideen wohnen, bis jemand dumm genug ist, sie umzusetzen.

Irgendwann stand da dieser Satz im Raum: wir buchen ab. Kurz danach habe ich die Domain einfach mal registriert. War ganz einfach. Naja, ich habe ja auch noch ein Hosting-Unternehmen.

Ab da war die Frage nicht mehr, ob die Idee sinnvoll ist. Das war sie offensichtlich nicht. Die Frage war nur noch: Gibt es Menschen mit zu viel Geld, Humor und einer überraschend hohen Toleranz für monatliche Abbuchungen?

Und wenn schon ständig irgendwo etwas abgebucht wird, kann man auch mal offen sagen, dass es Quatsch ist. Dumme Ideen muss man manchmal einfach umsetzen. Wer nichts umsetzt, erreicht auch nichts. Wer nicht wagt, bekommt immerhin keine Abbuchung.

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Der Businessplan passte auf einen Gedanken: Ich schaue mal, was passiert. Kein Deck, keine Finanzierungsrunde, nur eine Domain und eine erstaunlich klare Abbuchungsabsicht.

Die moralische Verpackung.

Natürlich kann man nicht einfach sagen: „Gib mir Geld, du bekommst ein PDF.“ Also gut, doch, kann man. Diese Seite macht genau das.

Damit es sich trotzdem nicht komplett wie ein digitaler Taschenspielertrick anfühlt, spende ich 30 % des Jahresüberschusses dieses Projekts. Nicht des Umsatzes, nicht der Hoffnung, sondern von dem, was nach Jahresabschluss und fair anteilig zugerechneten Kosten übrig bleibt.

UtopiaGaming e.V. lag als erster Gedanke nahe. Ich bin dort im Vorstand, kenne den Verein und weiß, dass Geld dort nicht dekorativ herumliegt. Wenn dieses Projekt also tatsächlich Überschuss produziert, ist das ein naheliegender Ort, an dem er nicht völlig peinlich aufgehoben wäre.

Was gespendet wird, landet öffentlich auf der Geld-Seite. Der satirische Teil endet spätestens dort, wo Beträge und Empfänger dokumentiert werden.

Ein paar Wochen, ein Projekt.

Ich habe das hier in ein paar Wochen hochgezogen. Ein bisschen aus Spaß, ein bisschen aus Trotz und ein bisschen, weil ich wissen wollte, ob aus so einer Idee wirklich eine Seite werden kann, auf der Menschen ernsthaft auf „Jetzt abonnieren” klicken.

Wie viele Wochen genau und was dabei wirklich draufgegangen ist, steht auf einer eigenen Seite.

Dabei habe ich auch mit den KI-Modellen meines Vertrauens herumprobiert. Nicht, weil ich an den großen Heilsbringer glaube, sondern weil man damit sehr schnell merkt, welche Texte nach Plastik schmecken und welche Idee noch einen zweiten Gedanken verdient.

Einiges davon war hilfreich. Einiges klang wie ein Pitch für eine App, die niemand braucht. Beides passt erschreckend gut zu diesem Projekt.

Am Ende bleibt es trotzdem mein Quatsch. Wenn hier etwas komisch, fragwürdig oder erstaunlich direkt formuliert ist, war das keine Markenstrategie. Das war Absicht.

Schauen wir mal.

Vielleicht passiert gar nichts. Vielleicht zahlen tatsächlich Menschen monatlich Geld für zertifizierte Sinnlosigkeit. Beides wäre auf seine Weise konsequent.

Was wir dabei über Abos im Allgemeinen zu sagen haben, steht auf einer eigenen Seite: Unsere Botschaft.