Unsere Botschaft.
Oder: Hör mal kurz zu.
Wir wissen, dass eine Seite, die Abos verkauft, vielleicht nicht die naheliegendste Quelle für Ratschläge zu Abos ist. Aber manchmal muss man einfach kurz den Vorhang zur Seite schieben.
Erstmal
Ja, auch wir buchen ab.
Wir wissen, was du denkst. Diese Seite ist selbst ein Abo. Der Witz ist uns nicht entgangen.
Aber genau deshalb können wir das hier schreiben: Niemand ist besser positioniert, um über sinnlose Abbuchungen zu reden, als ein Anbieter, dessen gesamtes Geschäftsmodell aus einer bewusst sinnlosen Abbuchung besteht. Wir sind sozusagen Experten auf diesem Gebiet.
Wir sind nicht der Feind des Abos. Wir sind seine ehrlichste Form. Und vielleicht deshalb die einzige Seite, die dir das folgende sagen darf, ohne dass es sich verlogen anfühlt.
Diagnose
Zwölf Abos. Fünf davon vergessen.
Das Streaming-Dienst-Paket. Die Fitness-App. Das Cloud-Paket, das eigentlich für die Arbeit war. Das Magazin, das du seit drei Monaten nicht geöffnet hast.
Die erste Abbuchung merkst du noch.
Die fünfte schon deutlich weniger.
Die zehnte ist einfach da. Still. Monatlich. Verlässlich.
Jede einzelne Abbuchung klingt beim Abschließen nach einer guten Idee. „Sind ja nur 6,99 €.“ Und dann noch einmal 4,99. Und die anderen 7,99. Und die 3,49 für das Ding, an das du dich gar nicht mehr erinnerst.
Aus fünf vernünftigen Kleinbeträgen werden schnell 50 oder 60 Euro im Monat — komplett aus dem Fenster. Kein Luxus, keine Investition. Einfach weg.
Das ist kein Problem mit Abos. Das ist ein Problem mit Aufmerksamkeit. Und das ist lösbar.
Die gute Nachricht
Es sind nur zwei Klicks.
Irgendwann hat die EU entschieden, dass Kündigen genauso einfach sein muss wie Abschließen. Das war eine gute Entscheidung. Zumindest für alle, die kein Abo-Geschäftsmodell betreiben.
Abos kündigen, pausieren, widerrufen — das geht heute schnell. Oft ohne einmal den Kundendienst kontaktieren zu müssen. Oft ohne Warteschleife, ohne Brief, ohne Drama. Einfach rein, klicken, fertig.
Es gibt wirklich keine gute Ausrede mehr. Die einzige Ausrede, die noch bleibt: Man hat es einfach nicht getan. Das ist kein Vorwurf. Das ist eine Beobachtung. Und eine Einladung.
Falls eines dieser Abos hier dabei ist: Direkt hier kündigen — ohne Warteschleife, ohne Brief, ohne Drama.
Ruf deine Bank-App auf. Öffne die letzten Abbuchungen. Suche nach allem, was du nicht bewusst und aktiv nutzt. Dann weißt du, wovon wir reden.
Vorschlag
Dein nächstes Projekt wartet.
Wir wollen nicht sagen, wofür du dein Geld ausgeben sollst. Aber wir fragen uns: Was würde es bedeuten, wenn fünf unnötige Abos plötzlich auf deiner Seite wären?
40 Euro im Monat. 480 Euro im Jahr. Nicht als Zahl — sondern als Möglichkeit.
Ein Kurs, ein Workshop, eine Fortbildung — etwas, das wirklich etwas verändert.
Die Domain und der erste Servermonat für die Idee, die du noch nicht umgesetzt hast. Schau, wie wir’s gemacht haben.
Das Werkzeug, das dein nächstes Projekt tatsächlich braucht — zum Beispiel ein rechtssicheres Impressum. Unterschätz das nicht.
Oder auch einfach 480 Euro mehr. Ohne Abonnement, das einmal aktiviert und dann vergessen wurde. Das zählt auch.
Persönlich
Dieses Projekt gibt es, weil ich genau diese Rechnung gemacht habe.
Die Möglichkeit, ein Projekt wie dieses umzusetzen, entsteht nicht aus dem Nichts. Sie braucht Zeit, Energie — und gelegentlich ein bisschen Budget, das man guten Gewissens in eine Idee stecken kann, die keinen Businessplan hat.
Ich kann dieses Projekt umsetzen, weil ich irgendwann aufgehört habe, Geld für Dinge auszugeben, die ich nicht wirklich nutze. Nicht aus Askese. Nicht aus Prinzip. Sondern weil ich gerechnet habe — und das Ergebnis war eindeutig.
Das Geld, das früher still in halbgenutzten Diensten verschwunden ist, steckt jetzt in Projekten. Auch dummen. Auch solchen, die ein Abo verkaufen, das offen zugibt, nichts zu bringen.
Es geht nicht darum, keine Abos zu haben. Es geht darum, bei jedem einzelnen einmal kurz innezuhalten und zu fragen: Warum eigentlich?
Zum Schluss
Schau einfach mal durch.
Nicht für uns. Nicht für dieses Abo. Einfach so.
Frag dich bei jeder Position: Nutze ich das? Brauche ich das wirklich? Würde ich es vermissen? Wenn die Antwort dreimal nein ist — zwei Klicks. Das war es.
Und wenn du danach trotzdem noch hier bist: Dann weißt du, was du tust. Und das respektieren wir aufrichtig.